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Unternehmensführung - Gegenstromverfahren

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Unternehmensführung

Gegenstromverfahren

Beim Gegenstromverfahren handelt es sich gewissermaßen um einen Kompromiss zwischen den beiden bereits angesprochenen Verfahren. Keine der Ebenen hat hierbei einen vorgebenden Charakter. Zumeist beginnt die Unternehmensleitung mit einem groben Plan, der allerdings nur einem Entwurf entspricht und nicht als gegeben anzusehen ist. Anhand dieses Plans setzten die unteren Ebenen dann weitere Pläne um und prüfen den Plan auf Machbarkeit, Sinnhaftigkeit und Akzeptanz. Die Änderungen und angepassten Pläne werden dann (Bottom-Up) wieder nach oben weiter gegeben. Die Unternehmensleitung nimmt dann einen Teil der Änderungen an, passt den Gesamtplan an und gibt diesen wieder Top-Down nach unten durch. Dies geschieht dann mehrfach hintereinander in mehreren Zyklen.

Merke

Das Gegenstromverfahren wird von vielen Theoretikern und Praktikern als das effizienteste angesehen, weil die Nachteile beider Verfahren eingedämmt werden und im Allgemeinen eine bessere Lösung gefunden wird, mit der alle zufrieden sind. Dennoch weist dieses Verfahren auch Kritikpunkte auf, die wir hier erwähnen möchten. Zum einen braucht diese Planung in den meisten Fällen wesentlich länger, weil die Pläne immer wieder Top-Down und dann Bottom-Up wandern, bis eine optimale Lösung gefunden ist. Das andere Problem besteht darin, dass nicht immer eine optimale Lösung gefunden werden kann und nach diesem Verfahren niemals ein fertiger Plan bestehen würde. Daher muss die Unternehmensleitung an einem Punkt das Verfahren abbrechen und den Plan, der zu dieser Zeit besteht (eventuell etwas modifiziert) implementieren. Es besteht dann zwar wieder das Problem, dass sich u.U. die unteren Abteilungen übergangen fühlen, dieses Problem wurde aber wesentlich verkleinert.