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Maschinenelemente 1

Zusammenfassung und Anwendung

Um die behandelten Hypothesen zu stützen wurden und werden unzählige Versuche gefahren. Zum Ende diese Abschnitts lässt sich allgemein für die Anwendung der Versagenshypothesen schlussfolgern:

1. Fall: Werkstoffe, die im Zugversuch zäh reagieren:

Beginn des Bruchs unter SH [Schubspannungshypothese] $\rightarrow $ Restbruch nach GEH [Gestaltänderungsenergiehypothese].

2. Fall: Werkstoffe, die im Zugversuch spröde reagieren:

Anwendung der NH [Normalspannungshypothese] aufgrund hoher Rissfortschreitungsgeschwindigkeit.

3. Fall: Dauerbrüche bei mehrachsiger gleichsinniger Beanspruchung unter Hauptspannungen:

Anwendung der GEH, da meistens als Versagensursache ein Überschreiten der Fließbedingungen vorliegt.

Methode

Hier klicken zum Ausklappen Beachten Sie bitte, dass diese Aussagen für einen Temperaturbereich gelten, der nach oben durch die Kristallerholungstemperatur der Werkstoffe begrenzt ist. Aber auch schon oberhalb einer Temperatur von 100-150° C sinken die Werkstoffgrenzwerte beträchtlich, in manchen Fälle gehen bis zu 40% der Festigkeit verloren. Zudem können auch weitere Versagenskriterien untersucht werden, wie das Kriechen oder die Relaxation. 
Liegen tiefe Temperaturen vor, können selbst duktile Werkstoffe verspröden. Dann gilt es die Normalspannungshypothese zu verwenden.