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Unternehmensführung - Alternatives Strategiebildungsverständnis, Mintzberg

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Unternehmensführung

Alternatives Strategiebildungsverständnis, Mintzberg

Inhaltsverzeichnis

Da wir bereits ein klassisches Verständnis ermittelt haben, wird schnell ersichtlich, dass es auch ein alternatives Verständnis hierzu geben muss. Beim aufmerksamen Studium dieses Kurses ist Ihnen der Name Mintzberg sicherlich schon häufiger aufgefallen und auch hierzu hat er Erkenntnisse gewonnen. Mintzberg hat viele bestehende Konventionen und Ansichten in Frage gestellt und geschaut, wie die Realität denn wirklich aussieht.

In diesem Fall hat Mitzberg untersucht, wie Strategien in Unternehmen implementiert werden und wie sie sich entwickeln. Er ist zu dem Schluss gekommen, dass man wie folgt unterscheiden muss:

  1. Strategien, die geplant sind und realisiert werden

  2. Strategien, die geplant sind, aber nicht realisiert werden

  3. Strategien, die nicht geplant sind, aber dennoch realisiert werden

Merke

Hier klicken zum Ausklappen Die ersten beiden Typen entsprechen dem klassischen Verständnis. Bei letzteren handelt es sich um sog. emergente Strategien, die nicht geplant waren und sich aus einer Verkettung von Umständen innerhalb des Unternehmensprozesses ergeben haben. Unser Schema des klassischen Verständnisses müssen wir daher um die von Mintzberg entdeckte Komponente erweitern:

Zusammenfassend haben wir nach Mintzberg also folgende Möglichkeiten:

  1. Geplante Strategien $ \leftrightarrow $ Realisierte Strategien

  2. Geplante Strategien $ \leftrightarrow $ Nicht realisierte Strategien

  3. Emergente Strategien $ \leftrightarrow $ Realisierte Strategien

Kritik 

Kritiker dieser Theorie sind der Ansicht, dass eine Strategie, die aufgrund eines evolutionären Ansatzes entsteht (was letzten Endes der emergenten Strategie entspricht), gar keine Strategie ist, da eine Strategie immer mit der Planung im Vorhinein verknüpft sein muss. Um das nochmal zusammenzufassen, finden Sie hier ein Zitat, was so oder so ähnlich von eine Kritiker kommen könnte: „ Wenn man im Unternehmensprozess auf unerwartete Ereignisse reagiert, entsteht dies nicht geplant, sondern reaktiv. Daher hat man hier auch keine Strategie vorliegen.“

In der Lehre wird dieser Aspekt an manchen Universitäten übergangen, dennoch wollten wir Ihnen diesen kurz darlegen.