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Werkstofftechnik 1 - Gitterstörungen

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Werkstofftechnik 1

Gitterstörungen

Metalle und Metalllegierungen bestehen aus kleinen, gegeneinander unterschiedlich orientierten Körnern oder Kristalliten. Jedes Korn dieser Vielkristalle umfasst eine dreidimensionale periodische Anordnung von Atomen, welche sich als das bereits bekannte Raumgitter darstellt. Man unterscheidet hierbei zwischen homogenen und heterogenen Vielkristallen. 

  • Homogene Vielkristalle besitzen nur eine Kornart.
  • Heterogene Vielkristalle besitzen mehrere Kornarten.

Ferner unterscheidet man zwischen gleichartigen und ungleichartigen Körner:

  • Gleichartige Körner werden durch Korngrenzen voneinander getrennt.
  • Ungleichartige Körner werden durch Phasengrenzen voneinander getrennt.

Jedoch sind selbst reine Metalle nicht vollkommen regelmäßig und störungsfrei aufgebaut. Diese Unregelmäßigkeit lässt sich oft erst im submikroskopischen Bereich erkennen. Die Abweichung vom idealen Atomaufbau kann mehr oder wenig stark auftreten und wird als Gitterstörung bezeichnet. 

Man unterscheidet 4 Varianten von Gitterstörungen:

  • 0-dimensionale, bzw. punktförmige Gitterstörungen,
  • 1-dimensionale, bzw. linienförmige Gitterstörungen,
  • 2-dimensionale, bzw. flächenförmige Gitterstörungen,
  • 3-dimensionale, bzw. raumförmige Gitterstörungen.

Wichtig

In den kommenden Abschnitten wird auf jede dieser Varianten näher eingegangen.