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Werkstofftechnik 1 - Schallemissionsverfahren

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Werkstofftechnik 1

Schallemissionsverfahren

Beim Schallemissionsverfahren wird die Eigenschaft genutzt, dass Gefügeänderungen im Bauteil oder Werkstoffen zu Schallemissionen führen. Diese Änderungen können infolge von mechanischen, chemischen oder thermischen Belastungen auftreten. Erfasst werden können: 

  • Risse im Entstehungsstadium
  • Plastische Verformungen,
  • Versetzungsbewegungen
  • Korrosion
  • Reibungsvorgänge

Im Gegensatz zu Messungen mit Ultraschall, liegen die Schallwellen im hörbaren Bereich. Es ist entsprechend nicht notwendig Schallwellen in das Bauteil zu leiten, stattdessen reicht es auftretende Schallwellen durch die Anbringung von Empfängern an festgelegten Positionen am Bauteil zu erfassen. Die entstehenden Signale werden verstärkt und analysiert. Eventuell auftretende Störgeräusche gilt es zu filtern. 
Um die Fehlerquelle im Bauteil lokal zu erfassen, wird der Zeitpunkt des Eintreffens des Impulses an mehreren Empfängern gemessen und mit Hilfe eines Algorithmus berechnet. Daher ist es auch möglich Bauteile im Betrieb zu untersuchen. Besonders für die Untersuchung von Druckbehältern und Speichertanks eignet sich dieses Verfahren besonders, da diese während des Vorgangs nicht geleert werden müssen. 

Die besonderen Vorteile dieses Verfahrens sind:

  • frühzeitige Erkennung von Werkstoffschäden schon im Entstehungsstadium,
  • keine kostenintensive Demontage von Bauteilen,
  • Untersuchung im Betrieb,
  • Neuester technische Soft- und Hardware erlaubt eine Erfassung hunderter Signale in Echtzeit, 
  • keine akustische Anregung zur Messung notwendig.

Nachteile des Verfahrens sind:

  • Hoher Rechenaufwand,
  • Erfassen und Eliminieren von Störgeräusch oft schwierig,
  • die Qualität der Signale und der Lokalisierung von Fehlern hängt von der Positionierung der Empfänger ab.