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Werkstofftechnik 2 - Gießen von Kunststoffen

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Werkstofftechnik 2

Gießen von Kunststoffen

Inhaltsverzeichnis

Im Gegensatz zu Metallen, weisen Kunststoffe eine sehr schlechte Gießbarkeit auf. Die Ursache für diese ungüstige Eigenschaft liegt in der Länge der Molekülketten. Sie führt dazu, dass die Schmelzen der Kunststoffe meist zu zähflüssig sind um eine Gießform durch freies Fließen zu füllen.

Da sich nur eine geringer Anzahl von Kunststoffen schmelzen lässt und noch weniger Kunststoffe eine ausreichende Dünnflüssigkeit besitzen, beschränkt sich diese Betrachtung auf niedermolekulare Polymere, Lösungen, Dispersionen und monomere Vorprodukte. Besonders Letztere können als Monomerguss groß dimensionierte und dickwandige Bauteile werden. Diese Eigenschaft verschafft dem Monomerguss sogar einen gewissen Vorteil gegenüber Spritzgusserzeugnissen und ist gleichzeitig einfacher herzustellen. 

Herstellung von PA und PMMA

Der Übergang vom monomeren zum polymeren Kunststoff kann in drei Schritten erfolgen:

  1. Bei der Herstellung von Polyamid oder Polymethylmethacrylat wird die Monomersubstanz im ersten Schritt in einen schmelzflüssigen Zustand versetzt.
  2. Anschließend wird die Schmelze in eine Form gegossen. 
  3. Befindet sich die Schmelze in der Gießform polymerisiert sie und wird zu einem thermoplastischen Kunststoff. 

Merke

Man bezeichnet diesen Ablauf auch als "in situ"-Polymerisation