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Fahrzeugtechnik - Verbundlenkerachse

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Fahrzeugtechnik

Verbundlenkerachse

Die dritte Bauform der Radhaufhängung ist die Verbundlenkerachse. Sie zählt zu den Halbstarrachsen und wird an ungelenkten Achsen verbaut, womit sie sich verbreitet an der Hinterachse von Automobilen mit Frontantrieb befindet. 

Merke

Hier klicken zum Ausklappen Anders als bei der Einzelradaufhängung besteht hier eine wechselseitige Beeinflussung beim Einfedern eines Rades auf die Stellung des anderen Rades. Eine feste Relativlage zwischen den Rädern der Achse existiert nicht.

Bauformen:

Die Verbundlenkerachse setzt sich aus zwei gezogenen Längsschwingen zusammen. Diese Schwingen sind im Bereich ihrer Drehachse durch ein eingeschweißtes Profil miteinander verbunden. Dieses Profil dient beim einseitigen Ein- und Ausfedern als Stabilisator. $\rightarrow $ T-Profil oder U-Profil.

Es lassen sich zwei Ausführungsarten unterscheiden:

  1. Die Achse ist so aufgehängt, dass die Kinematik einen Freiheitsgrad zulässt. Raddrehungen werden hier nicht berücksichtigt. Eine elastische Gestaltung lässt eine Verformung der Achse zu, wodurch ein weiterer Freiheitsgrad zum einseitigen Einfedern hinzukommt. 

    Verbundlenkerachse
    Verbundlenkerachse

     



  2. Die Achse verfügt über zwei Einzelradaufhängungen mit zwei Freiheitsgraden pro Seite. Eine Bindung zwischen beiden Radführungen reduziert die Freiheitsgrade der gesamten Achse auf zwei.  

Die Befestigung der Achse erfolgt über lediglich zwei Lager direkt an der Karosserie. 

Vorteile und Nachteile der Verbundlenkerachse

Vorteile

  • Wenige Einzelteile
  • Kostengünstige Herstellung der Einzelteile
  • Unebenheiten auf einer Seite erzeugen wenig Bewegung auf der anderen Seite

Nachteile

  • Schweißnähte zwischen Schwinge und Stabilisator sind hohen Schwingungen ausgesetzt
  • Schwierige Herstellung der Verbindung zwischen Schwinge und Stabilisator
  • Neigung zum Seitenkraftübersteuern
  • Starker Wanksturz $\rightarrow $ Fahrzeugrad bleibt parallel zur Fahrzeugmittelebene