ZU DEN KURSEN!

Fertigungslehre - Anforderungen an den Gießprozess

Kursangebot | Fertigungslehre | Anforderungen an den Gießprozess

Fertigungslehre

Anforderungen an den Gießprozess

Alle gießbaren Werkstoffe haben gemein, dass sie, bevor sie vergossen werden können, entweder in einen flüssigen (Metalle) oder breiigen (nichtmetallische Werkstoffe) Zustand versetzt werden müssen.

Merke

Allein die Änderung des Aggregatszustandes des Ausgangsmaterials ist nicht entscheidend für die spätere Qualität des Gussteils. Neben dem sorgfältigen Schmelzen spielen auch die Einhaltung der Zusammensetzung und die vorliegenden Gießbedingungen eine wichtige Rolle.

Im Gegensatz zu anderen Formgebungsverfahren birgt das Gießen immer die Gefahr einer Schwindung, die auftritt wenn das Produkt vom flüssigen in den erstarrten Zustand übergeht und anschließend abkühlt. Den Prozess der Schwindung gilt es wenn möglich vollständig zu reduzieren.

Generell werden die flüssigen Werkstoffe in Formen verfüllt, wobei sich die Art der Verfüllung stark unterscheiden kann.

Verfahren des Gießens

Die gängigsten und gleichzeitig wirtschaftlichsten Verfahren sind:

  1. Sandformguss,

  2. Kokillenguss,

  3. Druckguss,

  4. sowie Feinguss.

Merke

Diese Verfahren erzielen häufig bessere Produkteigenschaften, als sie sich mit konkurrierenden Formgebungsverfahren erzielen lassen. Jedoch sollten Sie sich immer verdeutlichen, dass diese Fertigungsteile nur als Rohteile zu verwenden sind und hohe Genauigkeiten nur durch weitere Verfahrensschritte erzielt werden können.

Kriterien fürs Gießen

Welches Verfahren im Rahmen des Gießen zum Einsatz kommt, hängt von nachfolgenden Faktoren ab:

  • Maßgenauigkeit,

  • Oberflächenstruktur, Rautiefe,

  • Wanddicke,

  • Stückgewicht und -zahl,

  • äußere Abmessungen.