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Methodische Produktentwicklung - Ablaufplan eines FAST-Diagramms

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Methodische Produktentwicklung

Ablaufplan eines FAST-Diagramms

In der nächsten Abbildung sehen Sie ein typisches FAST-Diagramm

FAST-Diagramm Schema
FAST-Diagramm Schema

Der Untersuchungsbereich wird durch die Left-Scope-Line und die Right-Scope-Line abgegrenzt. Der logische Funktionspfad beginnt bei der übergeordneten Funktion und endet in den unteren Verzweigungen, sowie den akzeptierten Funktionen. Spezifikationen, einmalige Funktionen sowie ständige Funktionen befinden sich zwar auch im Untersuchungsbereich, sie besitzen aber keine direkte Verbindung zum Funktionspfad. 

Damit Sie auch in Ihrer Klausur alles richtig erstellen, haben wir für Sie einen Ablaufplan erstellt:

Methode

Ablaufplan:

  1. Alle Funktionen müssen mit einem Substantiv und einem Verb bezeichnet werden.
  2. Alle Funktionen müssen über den jeweils für den IST-oder SOLL-Zustand optimierten Abstraktionsgrad verfügen.
  3. Keine Funktion darf auf die Frage „wie?“ mit einer Lösungsmöglichkeit antworten, sondern immer nur mit (einer) weiteren Funktion(en).
  4. Die logische Fragenkette muss durchgängig über alle im FAST-Diagramm verknüpften Funktionen – also einschließlich eventueller Verzweigungen zwischen zwei dieser Funktionen anwendbar sein. Dies gilt jedoch nicht für ständigen Funktionen, einmaligen Funktionen, Spezifikationen, sowie Parallelfunktionen.
  5. Es gibt im Fastdiagramm immer nur eine übergeordnete Funktion.
  6. Es gibt im Fastdiagramm immer nur eine Basisfunktion.
  7. Im Soll-FAST-Diagramm dürfen keine identischen Funktionen auftreten.
  8. Die ständigen Funktionen besitzen untereinander keine Verbindungen.
  9. Die einmaligen Funktionen besitzen untereinander keine Verbindungen.
  10. Die Spezifikationen besitzen untereinander keine Verbindungen.
  11. Parallelfunktionen müssen mit mindestens einer Linie nach oben oder unten, Folgefunktionen mit mindestens einer Linie nach links (nach einer Parallelfunktion) bzw. nach beiden Seiten (auf dem logischen Funktionspfad) an (eine) andere Funktion(en) angebunden sein.
  12. Pfeile werden als Verbindungslinien nicht eingesetzt, sondern nur einfache Linien.
  13. Folgefunktionen werden entweder direkt oder aber über eine Verzweigung im logischen Funktionspfad an die rechte Seite der vorangehenden Funktion angeschlossen.
  14. Parallelfunktionen schließen sich direkt an die Unter- oder Oberseite der zugehörigen Funktion an.
  15. Unvermeidbare unerwünschte Funktionen werden in einem SOll-FAST-Diagramm aufgeführt.
  16. Unnötige, also vermeidbar unerwünschte Funktionen dürfen nur in einem Ist-FAST-Diagramm vorkommen. Im SOLL-FAST-Diagramm müssen sie hingegen „positiv formuliert“ erscheinen.
  17. Unerwünschte Funktionen werden durch einen Doppelrahmen gekennzeichnet.

Wenn Sie sich an diese Regeln halten, so sollte Ihnen die Erstellung eines FAST-Diagramms in einer Klausur leicht fallen. 

Beispiel für ein FAST-Diagramm wieder Anhand einer Spülmaschine:
FAST-Diagramm einer Spülmaschine
FAST-Diagramm einer Spülmaschine