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Unternehmensführung

Unternehmenskultur

Die Unternehmenskultur bezweckt, dass sich Mitarbeiter mit dem Unternehmen identifizieren und somit ein Wir-Gefühl erzeugen. Besonders in modernen und digital ausgerichteten Unternehmen, wie beispielsweise dem führenden Suchmaschinenanbieter, stellt die Unternehmenskultur ein hohes Gut dar. Oft können hochqualifizierte Fachkräfte nur durch Betonung der außerordentlich gelebten Unternehmenskultur von anderen Unternehmen abgeworben werden. Dabei beinhaltet die Unternehmenskultur grundsätzlich Werten und Normen, sowie Grundannahmen, die im Unternehmen gemeinsam akzeptiert und gelebt werden. 

Die Besonderheit der Unternehmenskultur besteht darin, dass sie teilweise erst durch das Verhalten der Mitarbeiter entsteht, aber im Zeitverlauf auch das Verhalten der Mitarbeiter beeinflusst. 

Mechanismen

Um eine Unternehmenskultur in einem Unternehmen erfolgreich zu integrieren bedient man sich unterschiedlicher Mechanismen:

Symbole

Symbole haben die Eigenschaft schnell sichtbar und meistens unmissverständlich zu sein. Dies kann sich dadurch bemerkbar machen, dass die Gebäude nach einer besonderen Architektur ausgerichtet sind oder ein eindeutiger Kleidungsstil verfolgt wird. Auch die Gestaltung von Büros und der unternehmensinterne Sprachgebrauch fördern die Unternehmenskultur.

Beispiel

Kommen wir erneut auf die namhaften Internet-Dienstleister zurück. Vielleicht haben Sie ja schon mal einen Bericht aus dem SilliconValley gesehen. Hier zeigt sich besonders intensiv gelebte Unternehmenskultur. Viele Unternehmen haben besondere Büroetagen, die eher einem großen Indoorspielplatz gleichen, als einer normalen Büroetage. Auch Besonderheiten wie Ruheräume oder Sportanlagen werden geschaffen, um eine besondere Unternehmenskultur zu schaffen und somit auch die Arbeitseffizienz zu erhöhen. 

Werte und Normen

Werte und Normen umfassen Unternehmens- und Führungsgrundsätze, Regeln, Umgangsrichtlinien, Einstellungen und Prinzipien. Sie sollen gezielt auf das höhere Bewusstsein der Mitarbeiter wirken und dabei sicherstellen, dass die Unternehmenskultur auch folgerichtig gelebt wird. 

Grundannahmen

Grundannahmen sind, wie der Name bereits verrät, grundsätzliche Annahmen die gelten, damit die Unternehmenskultur und das Unternehmen an sich funktionieren. Sie sind selbstverständlich und bedürfen keiner Diskussion. Einige Inhalte sind ein besonnenes Verständnis zur Umwelt, ein gesundes Menschenbild, oder auch banales wie eine realistische Wahrnehmung von Raum und Zeit.

Effekte der Unternehmenskultur

Die gelebte Unternehmenskultur hat vielerlei Vorteile, birgt aber auch nicht unproblematische Risiken. Nachfolgend sehen Sie grundsätzlich Vor- und Nachteile einer Unternehmenskultur.

Vorteile einer Unternehmenskultur

  • Ausbildung einer Gruppenmentalität,
  • Loyalität gegenüber dem Unternehmen und den Kollegen,
  • Motivation für die Erreichung von Unternehmenszielen,
  • Bessere und effizientere Kommunikation,
  • Stabilität, Zuverlässigkeit und Handlungsorientierung

Dem gegenüber stehen

Nachteile einer Unternehmenskultur

  • Gefahr der Innenorientierung,
  • Prozesse und Innovationen neigen zur Starrheit,
  • Mitarbeiter denken im kollektiv, daher zu wenig Kritik an bestehenden Strukturen,

Merke

Oberstes Ziel der Unternehmensführung sollte es daher sein, die Vorteile voll auszuschöpfen und die Nachteile maximal zu reduzieren. 

Einfluss der Unternehmenskultur

Wie stark der Einfluss von Unternehmenskulturen ist, ist stark abhängig von drei wesentlichen Aspekten (Prägnanz, Verbreitungsgrad und Verankerungstiefe).

  • Prägnanz
    Anhand dieses Kriteriums wird beurteilt, ob eine Unternehmenskultur klar formuliert ist und ein konsistentes Muster aus Normen, Werten und Symbolen umfasst.

  • Verbreitungsgrad
    Der Verbreitungsgrad gibt an, in welchem Maße die Mitarbeiter die Unternehmenskultur teilen. Liegen Subkulturen vor, kann man dann nicht mehr von einer starken Gesamtkultur sprechen.

  • Verankerungstiefe
    Ist die Unternehmenskultur für die Mitarbeiter selbstverständlich und „in Mark und Blut übergegangen“, spricht man davon, dass die Unternehmenskultur tief verankert ist. Es besteht auch ein starker Zusammenhang zwischen der Stabilität der Kultur über längere Zeiträume hinweg und der Stärke der Verankerungstiefe, da im Laufe der Zeit eine stärkere Internalisierung stattfindet.