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Unternehmensführung - Resource-Base View

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Unternehmensführung

Resource-Base View

1959 postulierte Edith Penrose, eine amerikanisch-britische Ökonomin, dass ein Unternehmen als Ansammlung von Ressourcen betrachtet werden kann. Bis dahin wurden Unternehmen als rein administrative Einheiten betrachtet, die zur Umsetzung des Leistungsprozesses gebildet wurden.

Leider gibt es – wie schon so oft – keine allgemeingültige Definition, was eine Ressource genau ist, es existieren aber Abgrenzungen zu anderen Begriffen, auf die wir hier eingehen wollen.

Grundsätzlich muss zwischen einer Ressource und einem Inputgut unterschieden werden. Ein Inputgut zeichnet sich dadurch aus, dass es z.B. auf dem Markt frei erwerblich ist, also auch andere Unternehmen zugänglich sind. Diese Inputgüter können als Grundlage für Ressourcen betrachtet werden, da diese innerhalb des Produktionsprozesses transformiert bzw. veredelt werden.
Nach der vorherrschenden Meinung der Wissenschaftswelt kann man also von einer Ressource sprechen, wenn ein Inputgut im Unternehmensprozess soweit veredelt wird, dass andere Unternehmen keine einfache Imitation vornehmen können. Fremde Unternehmen werden also durch diesen besonderen Veredelungsprozess von der Nutzung der Ressource ausgeschlossen.

Inputgüter kann man in vier verschiedene Klassen einteilen:

  • Tangible Inputgüter
    Bei tangiblen Ressourcen handelt es sich um alle Ressourcen, die man anfassen kann. Dazu zählen z.B. Fertigungsanlagen

  • Intagible Inputgüter
    Als intangible Ressourcen werden Ressourcen bezeichnet, die man nicht anfassen kann. Beispiele hierfür sind Patente oder die Unternehmensreputation

  • Humankapital
    Beim sog. Humankapital handelt es sich z.B. um Knowhow oder Erfahrungen

  • Finanzielles Inputgüter

Nicht alle dieser Inputgüter können zu einer Ressource veredelt werden, um diese als Wettbewerbsvorteil nutzen zu können.

Das Ganze sei kurz an zwei Beispielen erklärt:

Beispiel

Wir betrachten die SUPEREDELSTAHL GmbH, die (wie schon der Name verrät) einen besonderen Edelstahl herstellt. Die Art der Herstellung ist etwas ganz Besonderes. Das Unternehmen hat sich die Herstellungsmethode zwar nicht patentieren lassen, hält diese aber seit langer Zeit geheim. Die Inputgüter sind nun z.B. Rohstahl, Strom, Arbeitskraft und darüber hinaus das Wissen um die Herstellung. Das resultiert dann in einer Ressource, die einen Wettbewerbsvorteil bringt.

Beispiel

Ein anderes Beispiel ist Coca-Cola. Fast jeder auf der Welt kennt sie, aber das Rezept wird streng geheim gehalten. Genau das ist auch der Vorteil des Unternehmens, da es niemand schafft, ein Produkt herzustellen, das gleich gut beim Verbraucher ankommt. Coca-Cola schafft aus den Zutaten Wasser, Aroma, Farbstoff und einigen mehr eine Ressource, die einen Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen darstellt.