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Methodische Produktentwicklung - Funktionsanalyse

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Methodische Produktentwicklung

Funktionsanalyse

Funktionsprinzip einer Zentrifuge
Funktionsprinzip einer Zentrifuge

Funktionen beschreiben die Wirkungen eines Produktes oder Prozesses, nicht dessen Baugruppen, Einzelteile oder Verfahren. Ausgedrückt werden Funktionen in Form einer Kombination von Substantiv+aktivem Verb.

Merke

Funktionen beschreiben aktive Wirkungen eines Objektes („Zahnrad drehen“) und nicht den Status einer Wirkung („Zahnraddrehung bereitstellen“)

Funktionsanalyse

Die Funktionsanalyse kann in vier Stufen unterteilt werden:

  1. Zu Beginn der Funktionsanalyse beginnt man das Produkt oder den Prozess abstrakt zu beschreiben. Diesen Vorgang nennt man IST-Funktionsanalyse. 
  2. Auf der zweiten Stufe erfasst man die Funktionen, die eine Beschreibung des Ziels zur Optmierung und Veränderung des Produkts ermöglichen. Die Funktionen wird in einen SOLL-Zustand überführt.
  3. Auf der dritten Stufe beginnt das Team ihren kreativen Schaffensprozessen zur Findung von Ideen und Lösungsansätzen.
  4. Zuletzt, also auf der vierten Stufe, sammelt man die abstrakten Lösungsansätze und wandelt diese in konkrete Lösungsvorschläge um, die die bestehende Problemstellung beheben sollen.

Funktionsarten

Generell bezieht man sich immer auf 2 Funktionsarten, die wir nachfolgend aufgelistet haben:

  •  Gebrauchsfunktion (GBF) $\rightarrow $  Eine Gebrauchsfunktion ist eine Funktion des Objekts, die zu dessen sachlicher Nutzung erforderlich ist. Gebrauchsfunktionen sind in der Regeln quantifizierbar.
  • Geltungsfunktion (GTF) $\rightarrow $ Eine Geltungsfunktion ist eine ausschließlich subjektiv wahrnehmbare, personenbezogen zu gewichtende Wirkung eines Objekts, die nicht zu dessen unmittelbaren sachlicher Nutzung erforderlich ist. Geltungsfunktionen sind allenfalls subjektiv quantifizierbar.