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Produktion - Erzeugnislager

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Produktion

Erzeugnislager

Erzeugnislager nehmen im Rahmen der mehrperiodigen Produktionsprogrammplanung eine sehr wichtige Position ein. Erst sie ermöglichen einen Ausgleich von unvorhersehbare Nachfrageschwankungen zwischen einzelnen Perioden.

Die Einführung eines Erzeugnislagers hat gleich zwei nennenswerte Vorteile: 

1. Nachfragemengen in Periode $ t $ können durch geschickte Planung, auch durch Produktionseinheiten aus Perioden $ t^{alt} < t $ bedient werden. Dh. eine Produktion in Periode $ t$ ist u.U. nicht notwendig. 

2. Zudem resultiert hieraus eine Produktion, die in weiten Teilen, unabhängig von der Nachfrage agieren kann und nicht mehr kurzfristigen Nachfrageschwankungen unterworfen ist. 

Die Erfassung des Lagerbestand einer Periode $t$ erfolgt durch die Lagerbilanzgleichung:

$\ x_{jt}^L = x_{jt-1}^L + x_{jt} - r_{jt}\\\\\\ [t = 1,..., N ] \text{und} [j=1,...n] $.

Diese Gleichung besagt, dass der Lagerbestand $ x_{jt}^L $ des Erzeugnistyps $j$ in der Periode $t$ sich aus dem alten Lagerbestand $ x_{jt-1}^L $ der Vorperiode $ t-1 $ zuzüglich der in Periode $ t $ produzierten Produkte $ x_{jt} $ und abzüglich des Absatzprognosewert $ r_{jt}$ der gleichen Periode zusammensetzt.

Merke

Trotz der Vorteile, die die Einrichtung eine Erzeugnislager mit sich bringt, gilt es zu beachten, dass der Unterhalt eines Erzeugnislager kontinuierliche Kosten erzeugt. Sie werden in der Zielfunktion der Linearen Programmierung durch den Term $ k_j^L \cdot x_{jt}^L $  berücksichtigt. Zur Erzielung eines maximalen Deckungsbeitrag, gilt es nun zusätzlich, die durch die Unterhaltung eines Lagers entstehenden variablen Lagerkosten [$ k_j^L \cdot x_{jt}^L $] zu minimieren.