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Produktion - ABC/RSU-Analyse

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Produktion

ABC/RSU-Analyse

Wurde eine Verbrauchswertanalyse (ABC-Analyse) und eine Verbrauchsverlaufanalyse (RSU-Analyse) durchgeführt, können die Ergebnisse zusammengetragen werden und liefern dem Unternehmen eine Entscheidungsgrundlage zur weiteren Vorgehensweise. Die in den vorherigen Abschnitten durchgeführte ABC- und RSU-Analyse haben folgende Ergebnisse hervorgebracht:

ABC-Analyse:

Klasse Verbrauchsposition
A Kohle, Maschinenersatzteile
B Schrauben
C Verpackungsmaterial

RSU-Analyse:

Klasse Verbrauchsposition  
R Schrauben, Verpackungsmaterial
S Kohle
U Maschinenersatzteile


Die beiden Tabellen kann man zu einer Tabelle zusammenfassen:

A

hoher wertmäßiger Verbrauch

B

mittlerer wertmäßiger Verbrauch

C

geringer wertmäßiger Verbrauch

R

regelmäßiger Bedarf

Schrauben Verpackungsmaterial

S

saisonaler Bedarf

Kohle

U

unregelmäßiger Bedarf

Maschinenersatzteile


Die Verbrauchspositionen in den mit grün gekennzeichneten Feldern (Schrauben und Kohle), sollten Just-in-Time bestellt werden. Diese Produkte haben eine hohe Kapitalbindung, weshalb hohe Lagerbestände vermieden werden sollten. Bei der Kohle ist die Plangenauigkeit einigermaßen dadurch gegeben, dass die saisonalen Schwankungen absehbar sind (im Sommer wird keine Kohle zum Heizen benötigt). Die Schrauben hingegen werden regelmäßig benötigt, damit ist die Planbarkeit des Bedarfs gut möglich. Durch den mittleren wertmäßigen Verbrauch kann man hier eine Just-in-Time Bestellung mit einer Vorratshaltung kombinieren.  Die Produkte innerhalb der blauen Felder (Verpackungsmaterial) sollten auf Vorrat gehalten werden, da diese regelmäßig anfallen und nur einen geringen Verbrauchswert und damit eine geringe Kapitalbindung aufweisen.  Die Produkte innerhalb der roten Felder (Maschinenersatzteile) sollten einzeln beschafft werden. Grund dafür ist zum einen der hohe wertmäßige Verbrauch, womit eine hohe Kapitalbindung einhergeht und damit hohe Lagerbestände vermieden werden sollten und zum anderen der unregelmäßige Bedarf, welcher eine Plangenauigkeit nahezu unmöglich macht. 

Das Unternehmen entscheidet sich für die Planung des Bedarfs an Kohle und Maschinenersatzteile eine plangesteuerte Materialbedarfsplanung durchzuführen und für die Planung des Bedarfs an Schrauben und Verpackungsmaterial eine verbrauchsgesteuerte Materialbedarfsplanung.