ZU DEN KURSEN!

Werkstofftechnik 1 - Hexagonale Gitter

Kursangebot | Werkstofftechnik 1 | Hexagonale Gitter

Werkstofftechnik 1

Hexagonale Gitter

Hexagonale Gitter kommen besonders in metallischen Werkstoffen vor und haben lediglich eine Erscheinungsform:

  • Einfach hexagonal/ hexagonal primitiv

Die Besonderheit dieser Gitterart liegt in der Geometrie:

  • $\ a = a_1 = a_2 \not= c \ \ $ unterschiedliche Kantenlängen
  • $\alpha = \beta = 90° , \gamma = 120° \ \ $ unterschiedliche Winkel

Der Körper ist ein rechtwinkliges Prisma mit einer sechseckigen Grundfläche und Deckfläche. Zwischen diesen beiden Flächen befinden sich mittig jeweils weitere Metallionen.  

Hexagonales primitives Gitter

Hexagonale primitive Gitter liegen ebenfalls in reinen Metallen nicht direkt vor, sondern immer nur in Verbindungen. Im Raumgitter einer hexagonal primitiven Elementarzelle befindet sich $ 12 \cdot \frac{1}{6} + 2 \cdot \frac{1}{2} = 3 $ Atome. Diese Gitterart stellt die insgesamt dichteste Packungsart für Atome dar. Die Ursache liegt darin, dass zwei hexagonal primitive Gitter ineinander gestellt werden. Dies hat zur Folge, dass bei dieser Anordnung der freie Raum zwischen den Atomen minimal wird. 

Typische Vertreter für hexagonal primitive Gitter sind:

Cadmium, Magnesium, Titan und Zink. 

Merke

Das dichteste hexagonale primitive Gitter und das kubisch flächenzentrierte Gitter weisen mit einem Wert von 0,74 eine identische Packungsdichte auf. Dies ist aber nur der Fall, wenn im kubisch flächenzentrierten Gitter dichtest gepackte hexagonale Gitterebenen existieren. 

Metalle mit einem hexagonalem Gitteraufbau besitzen eine sehr geringe Umformbarkeit. 

Hexagonales Gitter aus 3 Elementarzellen
Hexagonales Gitter aus 3 Elementarzellen