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Werkstofftechnik 1 - Tetragonale Gitter

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Werkstofftechnik 1

Tetragonale Gitter

Tetragonale Gitter kommen besonders in mineralischen Werkstoffen vor und haben zwei Erscheinungsformen:

  • Einfach tetragonal/ tetragonal primitiv [tP]
  • tetragonal raumzentriert/tetragonal innen-zentriert [tI]

Die Gemeinsamkeit der beiden Gittertypen liegt in der Geometrie:

$\ a = b \not= c \ \ $ unterschiedliche Kantenlängen

$\alpha = \beta = \gamma = 90° \ \ $ identische Winkel 

Erscheinungsform

Die Erscheinungsform eines tetragonalen Gitters ähnelt einem langgezogenen Prisma mit quadratischer Grundfläche. Würde man ein kubisches Gitter in Richtung einer Seite strecken, so erhielte man ein tetragonales Gitter. Ferner sei erwähnt, dass kein Unterschied zwischen einem raumzentrierten-tetragonalen und einem flächenzentrierten-tetragonalen Gitter besteht, weshalb sie als Spezialfälle betrachtet werden. 

Merke

Zu der Gruppe der tetragonalen Kristallstrukturen werden neben der Form des Prismas auch Pyramiden, Doppelpyramiden und Trapezoeder gezählt, da auch gilt: Zwei Seiten sind gleich lang und liegen in der Ebene. Wohingegen die dritte Seite länger oder kürzer als die anderen beiden ist. Typische Vertreter sind: Saphir, Rubin, Ankerit und Islandspat
Tetragonale Elementarzellen
Tetragonale Elementarzellen