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Werkstofftechnik 2 - Zusätze in polymeren Werkstoffen

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Werkstofftechnik 2

Zusätze in polymeren Werkstoffen

Ist eine Polyreaktion erfolgreich abgelaufen, so liegt in den meisten Fällen ein pulveriges oder körniges Material vor. Dieses Material ist im aktuellen Zustand nicht für eine weitere Verarbeitung geeignet. Um es jedoch in einen geeigneten Verarbeitungs- und Gebrauchszustand zu überführen, müssen verschiedene Zusätze zugefügt werden. Erst diese Zusätze lassen aus dem Polymer-Rohstoff einen Polymer-Werkstoff entstehen. 

Der Zuführungsvorgang hat unterschiedliche Benennungen:

  • Aufbereiten,
  • Konfektionieren,
  • Campoundieren.

Zu den gängigsten Zusätzen zählen Hilfsmittel wie

Gleitmittel dienen zur Minderung der Reibung, die bei der thermoplastischen Verarbeitung in der Maschine zwischen Polymerschmelze und Maschinenmetall auftritt. Häufig setzt man dafür metallische Seifen oder Wachse ein. Die anderen Zusätze hingegen verbessern besonders die Fließeigenschaften der Schmelze. Die Stabilisatoren helfen, wie der Name es bereits erahnen lässt, zu stabilisieren und einen thermisch-oxidativen Abbau der Moleküle zu unterbinden. Die Keimbildner treiben die Kristallisation voran, womit der Fertigungs- und Abkühlvorgang beschleunigt ablaufen kann.

Merke

Auch für die Zeit nach der Fertigung, also der Gebrauchszeit, erfüllen Zusätze wichtige Aufgaben. So unterbinden Stabilisatoren die Alterung des Materials und schützen zudem vor Entzündungen und antistatischem Verhalten. Ein weiterer, aber in letzter Zeit sehr negativ behafteter Zusatzstoff ist der Weichmacher. Er gewährleistet besondere mechanische Eigenschaften und verhindert ein Verspröden des Werkstoffs. Im Zuführungsprozess unterscheidet man zwischen äußerer und innerer Weichmachung.