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Werkstofftechnik 2 - Bezeichnung von Eisengusswerkstoffen

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Werkstofftechnik 2

Bezeichnung von Eisengusswerkstoffen

Pfeiler einer Bahnsteigüberdachung aus Gusseisen
Pfeiler einer Bahnsteigüberdachung aus Gusseisen

Gusseisenwerkstoffe lassen sich durch das Gusszeichen G identifizieren, wobei in den meisten Fällen zusätzlich zu dem G eine weitere Angabe über die Gussart erfolgt. Nur in seltenen Fällen, wenn es sich beispielsweise um einen hochlegierten Werkstoff handelt wird lediglich das Gusszeichen angeführt. Sollen noch weitere Angaben aufgeführt werden, so sind diese über einen Bindestrich mit der Kennzeichnung verbunden.

Kennzeichnung: GX -ZZ

G = Guss [Kennzeichnung]

X = Gussart

ZZ= Zusatzangabe [ Mindestzugfestigkeit]

Bei den Gusszeichen [GX] sind folgenden Vertreter gängig:

Gussart Kürzel
Gegossen G
Grauguss GG
Gusseisen mit Kugelgraphit GGG

Gusseisen mit Lamellengraphit

GGL
Hartguss GH
Stahlguss GS
Temperguss GT
schwarzer Temperguss GTS
weißer Temperguss GTW
Angehängt: Kokillenguss/Schleuderguss K/Z

Besonderheiten einzelner Gussarten

Hartguss: Hinter dem Kürzel GH können Zahlenwerte stehen. Liegt ein Zahlenwert zwischen 0 und 50 vor, so ist damit die Dicke der Außenschicht beschrieben. Nimmt dieser Zahlenwert einen Wert von 51 bis 99 an, so bezieht sich dieser auf die Rückprallhärte nach Shore.

Stahlguss: Hinter dem Kürzel GS folgt die Angabe der Zusammensetzung wie bei Stählen. 

Anwendungsbeispiel

Beispiel

Welche Informationen stecken in der Kennzeichnung GH- 60?

Hierbei handelt es sich um die Kennzeichnung für einen Hartguss  mit einer Rückprallhärte von 60 Shore.