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Werkstofftechnik 2 - Hochlegierte Stähle

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Werkstofftechnik 2

Hochlegierte Stähle

Hochlegierter Schnellarbeitsstahl (Fräsbohrer)
Hochlegierter Schnellarbeitsstahl (Fräsbohrer)

Enthält ein Stahl einen Gesamtlegierungsgehalt von mehr als 5 Prozent, so zählt man ihn zu den hochlegierten Stählen. Die Kennzeichnung eines derartigen Stahls mit seinen Legierungselementen ähnelt stark der Kennzeichnung von legierten Stählen.  Der Unterschied besteht aber darin, dass außer dem Kohlenstoffgehalt, eine Angabe der anderen Legierungselemente nach ihrem tatsächlichem Gehalt erfolgt. Da es trotzdem zu Verwechslungen zwischen legierten und hochlegierten Stählen kommen kann, wird der Kennzeichnung ein X vorgestellt. 

Kennzeichnung (Beispiel) : X 25 Al Mo Pb 10 3

  • X = hochlegierter Stahl [Hinweis]
  • 25 = $\frac{25}{100} % $ Kohlenstoff $\rightarrow 0,25 $ % C
  • Al = Legierungselement Aluminium
  • Mo = Legierungselement Molybdän
  • Pb = Legierungselement Blei
  • 10 = Gehalt Aluminium 10 %
  • 3 = Gehalt Molybdän 3 %
  • [ ] = keine Angabe für Blei, daher nur Spurenelemente vorhanden. 

Sonderfall Schnellarbeitsstähle

Schnellarbeitsstählen sind hochlegierte Stähle mit einer besonderen Kennzeichnung S und kommen immer dann zum Einsatz wenn hohe thermische und mechanische Beanspruchungen vorliegen.  Hier sind die Legierungselemente bereits fest vorgegeben und nur ihre Gehalte werden explizit angegeben.

Die Elemente sind: Wolfram, Molybdän, Vanadium und Kobalt.

Kennzeichnung (Beispiel) : S 12-7-3-7

  • S = Schnellarbeitsstahl
  • 12 = Wolframgehalt 12 %
  • 7 = Molybdängehalt 7 %
  • 3 = Vanadiumgehalt 3 %
  • 7 = Kobaltgehalt 7 %

Merke

Zur besseren Übersicht sind die einzelnen Werte bei Schnellarbeitsstählen durch einen Bindestrich voneinander getrennt.