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Produktion - Dynamisches Losgrößenmodell

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Produktion

Dynamisches Losgrößenmodell

Das dynamische Losgrößenmodell kennzeichnet, dass die Nachfrage über die Zeit nicht konstant ist und daher jede Bestellperiode für sich getrennt betrachtet werden muss. Ziel des dynamischen Losgrößenmodells ist eine für jede Periode geltende Optimierung der Rüst- und Lagerungskosten. Zur Erreichung dieses Vorhabens verwendet man das Verfahren von Wagner-Whitin. Auch für dieses Verfahren werden Annahmen getroffen, die denen des klassischen Losgrößenmodells bis auf eine Ausnahme gleichen. 

Bisherige Annahmen

  • Es wird nur ein einheitliches Produkt produziert
  • Der Absatz ist im Zeitverlauf nicht konstant [NEU]
  • Die Produktionszeit wird nicht berücksichtigt
  • Die Lieferzeiten sind im Zeitverlauf konstant
  • Lagerzugänge erfolgen nur in ganzen Losen
  • Es werden keine Mengenrabatte gewährt, noch sind Fehlmengen zulässig
  • Kapazitätsbeschränkungen bestehen nicht
  • Als variable Kosten werden nur Rüst- und Lagerhaltungskosten berücksichtigt.

Die Bestimmung der dynamischen Losgröße erfolgt mit Hilfe einer mehrperiodigen Kostenfunktion. Diese gilt es für einen kurzfristigen Zeitraum durch Senkung der Lagerungs- und Rüstkosten zu minimieren. 

Überlegungen 

Hierzu sollte man schon im Vorfeld  folgende Überlegungen anstellen:

  1. Sollte man auch dann produzieren, wenn noch immer ein Bestand vorliegt?
  2. Macht es Sinn, lediglich einen Teil eines Periodenbedarfs in ein Produktionslos aufzunehmen?
  3. Ist eine Produktion des Bedarfs der Folgeperioden bereits in der ersten Periode sinnvoll?

Alle drei Fragen haben eines gemein:

Merke

Hier klicken zum Ausklappen Es gilt zu überlegen, ob die Lagerung über mehrere Perioden kostengünstiger ist als die periodengerechte Produktion.

Im Folgenden wird das Wagner-Within-Verfahren, das Silver-Meal-Verfahren und das Verfahren nach Groff anhand eines Beispiels dargestellt.